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  • Ausgezeichnet! WerdeSchiri.ch prämiert

    16.11.2015, gepostet von ASV


    An der diesjährigen Preisverleihung für Werbe-, Industrie- und Unternehmensfilme “Edi.15″ ist das vom Aargauischen Fussballverband (AFV) initiierte Online-Tool “WerdeSchiri.ch” ausgezeichnet worden.

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  • Greif zur Pfeife – WerdeSchiri.ch

    03.11.2015, gepostet von ASV


    Der Schiedsrichter ist oft der Buhmann eines Fussballspiels. Jeder weiss es besser, jeder hätte besser entschieden… Der Aargauische Fussballverband (AFV) lanciert in Zusammenarbeit mit dem Fussballverband Region Zürich (FVRZ) und dem Schweizerischen Schiedsrichterverband (SSV) ein …

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    Der Schiedsrichter ist oft der Buhmann eines Fussballspiels. Jeder weiss es besser, jeder hätte besser entschieden… Der Aargauische Fussballverband (AFV) lanciert in Zusammenarbeit mit dem Fussballverband Region Zürich (FVRZ) und dem Schweizerischen Schiedsrichterverband (SSV) ein innovatives Online-Projekt und macht den Zuschauer zum Schiedsrichter.

     

    WerdeSchiri.ch ist eine Online-Plattform mit realen Spielsituationen aus der „Live“-Sicht eines Schiris. Die Szenen sind hart, schnell und unerbittlich. Stets im Mittelpunkt steht die Frage: Wie lautet deine (Schiri-)Entscheidung? Foul oder Schwalbe? Gelb oder rot? Penalty oder Freistoss? Die Auflösung in Slow-Motion und aus anderen Kamerawinkeln folgt im Anschluss, zudem kann sich jeder anhand der FIFA-Regeln gleich selbst weiterbilden und seine Freunde via Soziale Medien zum Testen herausfordern.

     

    „Ein Ziel dieses Projekts besteht darin, mithilfe von WerdeSchiri.ch die Fussball-affine Öffentlichkeit für die Schiedsrichterei zu begeistern und damit möglichst viele Personen dazu zu bewegen, selber zur Pfeife zu greifen“, sagt Luigi Ponte, Präsident des Schweizerischen Schiedsrichterverbandes. So soll einem allfälligen Schiedsrichter-Mangel in Zukunft bereits heute präventiv Gegensteuer gegeben werden. Weiter steht die Sensibilisierung der Öffentlichkeit auf die schwierige Aufgabe des Schiedsrichters im Zentrum. Auch die Schweizer Spitzenschiedsrichter Sandro Schärer (FVRZ) und Fedayi San (AFV) unterstützen das Projekt: „Es ist wichtig, dass die Fussball-Anhänger auf die heiklen Situationen eines Schiedsrichters sensibilisiert werden“, sagt San. „WerdeSchiri.ch ist eine attraktive Plattform und fördert das Verständnis für die Unparteiischen.“

     

    Link: www.WerdeSchiri.ch

    Trailer: https://vimeo.com/142519068

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  • 90 Franken und ein Lob

    18.10.2015, gepostet von ASV


    Aus dem Leben von Bruno Kalt, der mit seinen 66 Jahren leidenschaftlich gern Schiedsrichter ist – und für mehr Respekt wirbt.   Er könnte es sich gemütlich machen, in der Stube die Füsse hochlagern und …

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    Aus dem Leben von Bruno Kalt, der mit seinen 66 Jahren leidenschaftlich gern Schiedsrichter ist – und für mehr Respekt wirbt.

     

    Er könnte es sich gemütlich machen, in der Stube die Füsse hochlagern und den Schweizern zuschauen, wie sie in Estland die EM-Qualifikation abschliessen. Aber nein, die Pflicht ruft an diesem Montag, und die Pflicht heisst für Bruno Kalt: ab nach Brugg, um ab 20.30 Uhr ein Veteranenspiel in der Meisterklasse zu leiten, der Gastgeber empfängt Mladost Aarau. Kalt ist Schiedsrichter, der dort pfeift, wo keine Fernsehkameras aufgebaut sind und nicht jeder Quadratzentimeter des Platzes ausgeleuchtet ist. Der keine Assistenten hat, die ihm Offsides anzeigen. Und der doch den Anspruch hat, dass am Ende selbst die Verlierer sagen: «Gut gemacht, Schiri.»

     

    Kalt ist einer von 4500 offiziellen Unparteiischen im Land, Aufstiegsmöglichkeiten hat er keine mehr. Der Mann ist 66. Der Idealist muss 22 und mehr ältere Herren «Ü 40» unter Kontrolle haben, und natürlich gibt es darunter auch Besserwisser. Da hilft es, nicht zu empfindlich zu sein. Er sagt: «Ich will das Gras nicht wachsen hören.» Aber alles lässt sich Kalt doch nicht bieten. Gelbe Karten zeigt er mehrheitlich nach der Pause für Beleidigungen, wenn den Spielern die Luft langsam ausgeht.

     

    In jungen Jahren spielte Kalt selber beim FC Döttingen, 3. Liga, «zu mehr reichte mein Talent nicht». Mit 22 hörte er auf, die Familie war ihm wichtiger. Der Fussball verlor für ihn an Bedeutung. Bis seine zwei Söhne anfingen zu kicken und er so in den Vorstand des FC Klingnau fand. Eines Tages wurde er von Kollegen gebeten bis bedrängt, Schiedsrichter zu werden. Clubs haben die Pflicht, ein bestimmtes Kontingent zu stellen. Sonst wird pro fehlender Unparteiischer eine Busse von 2000 Franken fällig.

     

    «Trinkgeld? Niemals! Das ginge in Richtung Bestechung»

     

    Also belegte Kalt einen ersten Kurs und fand, mit 53 erst, eine neue Leidenschaft neben dem Fischen und dem Pilzesuchen. Er bekam «richtig Freude» an den Aufgaben, die er als Herausforderungen versteht. Wichtig ist ihm Seriosität wie früher im Beruf, als er über 40 Jahre als Technischer Sachbearbeiter in der Qualitätssicherung des KKW Beznau angestellt war. Eine Stunde vor dem Anpfiff müsste er laut Reglement vor Ort eintreffen, er ist 90 Minuten vorher da. In seiner Kabine empfängt er die Captains der beiden Mannschaften, die ihm je 45 Franken in die Hand drücken, seine Gage für die 70-minütige Spielleitung.

     

    Nie käme Kalt in den Sinn, je 50 Franken von den Veteranen anzunehmen. «Trinkgeld?», fragt er, «niemals! Das ginge in Richtung Bestechung.» Eine Bratwurst und ein Bier nach dem Match, okay – mehr nicht. Vor dem Anpfiff stellt er sich den Mannschaften in deren Garderoben vor und ruft in Erinnerung: «Ich pfeife, was ich sehe. Und ich mache auch Fehler.» Es ist sein Weg, für Verständnis zu werben.

     

    Kalt, der Urs Meier und Pierluigi Collina bewundert hat, will nicht kleinlich pfeifen. Und wenn es vorbei ist, arbeitet er seine Leistung selbstkritisch auf. Einzelne Szenen laufen vor dem geistigen Auge ab, wenn er wieder daheim in Klingnau ist, und manchmal ärgert er sich über einen falschen Entscheid wie an diesem Montag, als er einen Mladost-Spieler ungeschoren davonkommen lässt statt ihm Rot zu zeigen.

     

    Aleksandrov stellt sich auf die Seite des Schiedsrichters

     

    Usus ist es, nach einer Partie in der Sportplatzbeiz mit den zwei Teams über die Partie zu diskutieren. Da spürt Kalt regelmässig Wertschätzung: «Oft heisst es, ich hätte es das super gemacht.» Petar Aleksandrov ist auch beeindruckt, der unverwüstliche Stürmer mit dem weissen Stirnband. 52 ist er mittlerweile und Captain von Mladost, einer sehr temperamentvoller Gruppe, die sich in Brugg 4:0 durchsetzt. Der Bulgare, 1993 mit dem FC Aarau Meister geworden, war früher einer aufbrausend. Heute knöpft er sich einen Teamkollegen vor, wenn er einen Schiedrichter verbal attackiert. «Ich frage ihn dann: Warum bist du überhaupt da, wenn du ständig nur meckerst?», sagt er, «der Spass ist das Wichtigste. Und wir müssen froh sein, dass sich noch Schiedsrichter finden lassen, die beweisen für mich Mut.» Für Bruno Kalt findet er lobende Worte: «Er hat sich nicht in den Mittelpunkt gestellt.»

     

    Der Konditionstest für Kalt: 2000 Meter in 12 Minuten

     

    Mit 67 müsste Kalt eigentlich als Schiedsrichter in Pension gehen. Aber Luigi Ponte, Präsident des Schweizerischen Schiedsrichter-Verbandes und Obmann der Aargauer Refs, hat in seinem Kanton die Alterslimite aufgehoben. Die Voraussetzung ab 60: ein jährlicher medizinischer Check und ein bestandener Konditionstest. Konkret: Kalt muss 2000 Meter in 12 Minuten schaffen. Ponte sagt: «Zu so gewissenhaften Leuten wie ihm müssen wir Sorge tragen.»

     

    Kalt ist da, wo es ihn braucht. Das Wetter? Egal. Die Fahrstrecke? Egal. Nur eines wünscht er sich: mehr Respekt für die Schiedsrichter: «Wenn ein Stürmer ein sicheres Tor vergibt, wird er getröstet. Wenn aber wir einen Fehler machen, werden wir zusammengestaucht.» Aufhören will er erst, wenn er von zehn Spielen nicht mehr mindestens acht so leitet, wie er das von sich erwartet. Oder wenn er einmal davonschleichen muss. Aber solche Gedanken schiebt er rasch beiseite. Er will die Füsse noch lange nicht hochlagern.

     

    von Petar Aleksandrov

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