Was bleibt, ist ein Lächeln
 
Die Bilanz der 5. Wintervorbereitungswoche fällt positiv aus. Dies kann vorausgeschickt werden. Schiedsrichter aus unterschiedlichsten Ligen reisten am 6. Februar in den Süden der Türkei, nach Kumköy. Ihr Ziel war es, sich mit Theorie-Lektionen und Trainingseinheiten optimal auf die Rückrunde vorzubereiten. Ob dieses Ziel von jedem erreicht wurde, kann auch nur ein jeder selbst für sich beantworten. Klar ist: Mitgemacht haben alle – ihren Möglichkeiten entsprechend. Das allmorgendliche Footing bildete den Tagesauftakt. Eine Doppellektion Theorie folgte nach dem Morgenessen. Hier erhielten die Teilnehmer Einblick in diverse Themen der Schiedsrichterei und Persönlichkeitsschulung. So packte etwa der erfahrene Instruktor Bernard Neukom seinen Erfahrungsrucksack aus und Luigi Ponte diskutierte eingehend das Offside. Der 1. Liga Schiedsrichter Roland Huwiler avancierte für 90 Minuten zum „Verkäufer“ – zeigte er den jungen und auch den reiferen Schiedsrichtern doch, wie man Entscheide auf dem Platz „verkaufen“ sollte und wie eher nicht. Ein Thema ist dabei die Körpersprache, welche in einer separaten Lektion durch Nadia Batzig beleuchtet wurde. Dies sind nur einige der Themen, welche Platz fanden in der Vorbereitungswoche. Das Nachmittags-Programm stand jeweils im Zeichen des Schweisses.

Trainiert haben alle. Jeder hatte die Wahl, ob er ein anstrengend, intensives Programm bei André Cornioley absolvieren wollte oder, ob er noch ein Stück mehr gefordert werden wollte. Roland Huwiler übernahm die körperliche Ertüchtigung der „Atomtruppe“, welche zum Abschluss der Woche auch den FIFA-Test absolvierte. Nach dem Training folgte der angenehme Teil des Tages, die Pflege. Therapeutin Maggy Muggler legte Hand an und ja, auch die Ellenbogen kamen zum Einsatz. Und aus dieser Perspektive betrachtet, muss relativiert werden: Die Pflege, also in diesem Fall Massage, war nicht immer nur angenehm – aber: danach fühlten sich alle immer wundervoll. An dieser Stelle: Danke Maggy – im Namen aller, die du geknetet hast.

Die Abende waren geprägt von Diskussionen, Gesprächen von Musik und Lachen. Was die Woche auszeichnete, war nebst der Arbeit, die Tatsache, dass es die Teilnehmer verstanden haben, über Ligen und Jahrgänge hinweg miteinander ins Gespräch zu kommen und zusammen zu lachen. Wie Einzelkämpfer ganz langsam zu Teamplayern werden, ist interessant zu beobachten – vielleicht ist das auch eine Erklärung dafür, wieso manche Schiedsrichter immer wieder gerne in die Wintervorbereitungswoche reisen. Der SSV hofft und freut sich bereits heute darauf, die diesjährigen Teilnehmer auch 2010 wieder zu sehen und vielleicht noch einige mehr. Da Verbesserungen immer möglich sind, haben alle Teilnehmer einen Feedback-Bogen erhalten, um dessen Rücksendung die Organisation sehr dankbar ist.

Eine Bilanz fällt, wie bereits Anfangs erwähnt, immer subjektiv aus. Hier ist also eine von insgesamt 45: Es war schön. Das Wetter spielte grösstenteils mit, die Instruktoren waren gut vorbereitet und die Trainings Schweiss treibend. Die Pflege ... :-). Die Teilnehmer bestachen mehrheitlich durch Motivation und Persönlichkeit. Was bleibt sind Erinnerungen an Momente im, am und beinahe im Meer; an Schiedsrichter, die Tanzen können – die einen theoretisch, die anderen gar praktisch und die Tatsache, dass der Gedanke an die Woche automatisch ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Danke euch allen und alles Gute.

Nadia Batzig, 15.02.2009